Pumpenhersteller WILO eröffnet Werk in Noginsk

Gunther Schilling, 29.06.2016. Heute eröffnete der Pumpenhersteller WILO eine neue Produktionsstätte in der Nähe von Moskau. Das Dortmunder Unternehmen leidet vor allem unter dem Kursverfall des Rubel. Da bietet sich ein Investment in heimischer Währung an. Insbesondere die Marke Wilo soll in dem bedeutenden Markt (annähernd 10% des Gruppenumsatzes) gestärkt werden.

Auch der Agrartechnikhersteller Claas setzt auf die Produktion vor Ort, die für „russische Hersteller“ besondere Vergünstigungen bereithält. Der „spezielle Investitionsvertrag“, den das Unternehmen am 17. Juni unterzeichnete, ermöglicht den Zugang zu staatlichen Finanzierungsbeihilfen.

Die steigenden Investitionssummen deutscher Unternehmen spiegeln sich auch im Kapitalverkehr wider. Die Deutsche Bundesbank weist für 2015 Direktinvestitionen von 1,78 Mrd Euro in Russland aus. Im ersten Quartal 2016 waren es nach einem Bericht der  „Welt am Sonntag“ bereits gut 1 Mrd Euro. Wegen der Export-Sanktionen bauten Mittelständler und Konzerne dort nun eigene Fabriken auf, um weiter im Geschäft zu bleiben, zitiert die F.A.Z. den Bericht.

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