Private Investoren halten sich zurück

Gunther Schilling, 15.07.2016. Der chinesische Premier sieht das chinesische Wachstumstempo von 6,7% im ersten Halbjahr 2016 „stabil und im Einklang mit den Erwartungen“. Vor allem der Aufbau neuer Unternehmen in modernen Tätigkeitsfeldern (New Economy) sorgt für neue Wachstumsimpulse, sagte er laut Xinhua in einer Rede auf dem 11. Asia-Europe Meeting in Ulan Bator. Andere Beobachter verweisen auf die hohen staatlichen Investitionen und das starke Wachstum der Kredite, Die Regierung könnte angesichts zunehmender Kreditausfälle schon bald gezwungen sein, die Banken zu stützen.

Die trüben Konjunkturaussichten halten die Unternehmen von Investitionen in China ab. In Deutschland haben die Akquisitionen durch chinesische Investoren dagegen deutlich zugenommen. Ernst & Young berichtet von 37 Unternehmensbeteiligungen im ersten Halbjahr 2016. Damit wurde bereits fast die Anzahl des gesamten Vorjahres (39) erreicht. Nicht nur der Roboterhersteller Kuka bekam dadurch einen chinesischen Anteilseigner. Doch weiterhin übertreffen die deutschen Direktinvestitionen in China die in der Gegenrichtung deutlich. Es bestehen also weiterhin gute Exportmöglichkeiten in das Reich der Mitte.

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