Die deutschen Exporte stiegen im Januar 2019 um 1,7% gegenüber Januar 2018. Vor allem im Handel mit den USA und China konnte Deutschland punkten. Zuwächse im Maschinenbau kompensierten den Rückgang der Automobilexporte.

Export in die USA und nach China mit höchsten absoluten Zuwächsen

Erfreuliche Daten im Handel mit den Protagonisten des Handelskonflikts: Der deutsche Export in die USA stieg im Januar 2019 um 880.065 EUR auf 9,44 Mrd EUR. Das entsprach einem Plus von 10,3% gegenüber dem Januar des Vorjahres. Der Export nach China stieg um 7,0% bzw. 513.546 EUR auf 7,83 Mrd EUR. Weitere bedeutende Exportzuwächse wurden im Handel mit den Niederlanden (+399.864 EUR bzw. 5,3%) und Japan (356.631 bzw. 22,2%) erreicht. Insgesamt legte der deutsche Export zu Jahresbeginn 2019 um 1,7% zu. Auf der Einfuhrseite betrug der Zuwachs 5,0%. Das Statistische Bundesamt veröffentlichte die Außenhandelsdaten für Januar heute auf Ihrer Website. Ausführliche Analysen für 15 wichtige Absatzmärkte finden Sie unter Exporttrends auf der Website des ExportManagers.

Export in die Türkei und den Iran bricht weiter ein

Weniger erfreulich entwickelte sich der Export in die Türkei und den Iran im ersten Monat des laufenden Jahres. Während in die Türkei 380.151 EUR bzw. 22,0% weniger geliefert wurden, betrug der Rückgang der Exporte in den Iran 158.479 EUR bzw. 60,8%. Die türkische Wirtschaftsleistung sank im vierten Quartal 2018 um 3% und dürfte im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem starken Vorjahreszeitraum weiter zurückgehen. Weitere Negativergebnisse waren im Handel mit Frankreich (–264.009 EUR bzw. –2,9%), Schweden (–245.619 EUR bzw. –10,3%), Südkorea (–130.294 EUR bzw. –8,6%) und den Marshallinseln (–249.598 EUR bzw. –97,2%) zu verzeichnen.

Positiver Trend in Südafrika

Erfreulich ist die anhaltend positive Entwicklung der deutschen Exporte nach Südafrika. Im Januar 2019 stiegen sie um 23,9% und erhöhten den Sechsmonatsdurchschnitt auf 5,9%. Zuvor war die Exportentwicklung im Sechsmonatsdurchschnitt im Jahr 2018 bis November durchweg negativ. Ausschlaggebend dürfte der Aufbau zusätzlicher Produktionskapazitäten deutscher Automobilhersteller in Südafrika sein. Das Land ist voraussichtlich nicht von den Strafzöllen der USA betroffen.

Automobilexporte schwächeln

Insgesamt sank die deutsche Ausfuhr von Kraftfahrzeugen (Zugmaschinen, Kraftwagen, Krafträder, Fahrräder) im Januar 2019 um gut 1 Mrd EUR bzw. 5,5% gegenüber dem Januar 2018. Die Exportzunahme des Maschinenbaus (+1,1 Mrd EUR bzw. 6,2%) konnte den Rückgang jedoch ausgleichen. Positiv entwickelte sich auch der Export von optischen, fotografischen und medizinischen Instrumenten (+375.953 EUR bzw. 7,2% ) sowie von pharmazeutischen Erzeugnissen (+345.738 EUR bzw. +5,4%).

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